Was steckt hinter Arbitrage Wetten und wie kann ich davon profitieren?

Arbitrage Wetten oder auch Sure Bets genannt, sind risikolose Wetten. Als Arbitrage wird in der Finanzwelt das Ausnutzen von Kurs-, Preis- oder Zinsunterschiede an verschiedenen Handelsplätzen zum Zweck der risikolosen Gewinnerzielung verstanden. Das Prinzip kann auch auf Wettmärkten genutzt werden.

Die Preise bei Wetten werden durch die Wettquoten repräsentiert. Durch das Ausnutzen der unterschiedlichen Kurse bei verschiedenen Wettanbietern können beim Setzen auf alle möglichen Spielausgänge mitunter Gewinne mit Arbitrage Wetten erzielt werden. Dabei ist es unerheblich wie ein Spiel tatsächlich ausgeht. Es handelt sich also um risikofreie Gewinne.

 

Wie funktionieren Arbitrage Wetten?

Praktisch ist es nicht ganz einfach Arbitrage Wetten zu finden. Dadurch, dass sich Wettquoten jedoch vor oder während eines Spiels ständig ändern und die Änderungen bei verschiedenen Wettanbietern unterschiedlich ausfallen oder zu verschiedenen Zeitpunkten stattfinden, gibt es jedoch immer wieder Gelegenheiten, solche Sure Bets abzuschließen. Eine Übersicht über Wettanbieter mit den besten Quoten als Basis für Arbitrage Sportwetten findet sich auf www.praxistipp.com.

 

Beispiel für eine Surebet

Es spielen die Mannschaften oder Spieler A und B gegeneinander. Bei einem Buchmacher wird eine Zwei-Wege-Wette (Sieg oder Niederlage) angeboten. Für einen Sieg von Mannschaft oder Spieler A wird eine Quote von 1.75 geboten. Bei einem anderen Buchmacher wird für das gleiche Spiel für einen Sieg von Mannschaft oder Spieler B eine Quote von 2.75 offeriert.

 

Zunächst gilt es zu prüfen, ob ein Arbitrage-Gewinn überhaupt zustande kommen kann. Dazu bedient man sich der Formel:

Gewinnfaktor = (1 / Quote Sieg A) + (1 / Quote Sieg B)

 

Wenn das Ergebnis kleiner als 1 ist, kann eine Arbitrage-Gewinn erzielt werden. Bei den Quoten 1.75 und 2.75 ist das der Fall:

Gewinnfaktor = (1 /1.75) + (1/2.75) = 0,9351

 

Bei einer Drei-Wege-Wette (Sieg, Unentschieden, Niederlage) muss die Formel entsprechend erweitert werden.

Gewinnfaktor = (1 / Quote Sieg A) + (1 / Quote Unentschieden) + (1 / Quote Sieg B). Auch hier muss das Ergebnis kleiner 1 sein, um einen Arbitrage-Gewinn zu erzielen.

 

Wie hoch fällt der Arbitrage-Gewinn aus?

Der Gewinn bei Arbitrage Sportwetten ist abhängig vom Einsatz, der auf die zwei möglichen Spielausgänge platziert wird. Hat ein Spieler beispielsweise 200 € zur Verfügung, kann der auf die unterschiedlichen Wettausgänge zu platzierende Einsatz nach folgender Formel ermittelt werden:

Einsatz A = 1/Gewinnfaktor x Budget/Quote 1

Einsatz B = 1/Gewinnfaktor x Budget/Quote 2

 

Für 200 € gesamt-Budget und dem Gewinnfaktor 0,9351 ergibt sich also:

Einsatz A = 1/0,9351 x 200/1.75 = 122,22 €

Einsatz B = 1/0,9351 x 200/2.75 =    77,78 €

 

Der Gewinn errechnet sich also wie folgt:

Gewinn bei Sieg A = 122,22 € x 1.75 = 213,89 €

Gewinn bei Sieg B = 77,78 € x 2,75 = 213,89 €

 

Abzüglich des Gesamteinsatzes ergibt sich also jeweils ein Profit von 13,89 €, egal welchen Ausgang das Event nimmt.

 

Arbitrage Wetten können zur Sperrung des Wettkontos führen

In den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Wettanbieter ist in der Regel festgelegt, dass Arbitrage-Wetten verboten sind. Wer erwischt wird, muss mit einer Sperrung der Wettgewinne und einem Einfrieren des Wettguthabens rechnen.

Die Quoten bei einem und denselben Buchmacher sind in der Regel so gestaltet, dass keine Sure Bets gebildet werden können. Außerdem werden die Wettmärkte anderer Anbieter regelmäßig gescannt und die eigenen Quoten falls notwendig so angepasst, das Arbitrage verhindert wird. Kann also eine Arbitrage Wette identifiziert werden, muss also schnell gehandelt werden, da sich das Zeitfenster durch die Anpassung der Wettquoten meist schnell geschlossen wird.

 

Wettsteuer mach viele Arbitrage Wetten zunichte

Seit Einführung der Wettsteuer in Höhe von 5 % auf alle Einsätze sind dementsprechend nur noch um 5 % verminderte Wettgewinne möglich. Die Wettsteuer muss also auch bei Arbitrage Wetten berücksichtigt werden. Für das Beispiel der Zwei-Wege-Wette muss also auf den Gesamteinsatz von 200 € eine Wettsteuer von 10 € entrichtet werden.

Ob die Wettsteuer separat ausgewiesen oder bereits in den Wettquoten eingepreist wurde, ist dabei unerheblich. Manche Anbieter werben damit, dass keine Wettsteuer erhoben wird. De facto ist jedoch davon auszugehen, dass die Wettquoten für deutsche Kunden niedriger ausfallen.

Der Profit aus der Arbitrage Wette beträgt in diesem Fall anstatt 13,89 nur noch 3,89 €. Das sind gerade einmal 1,95 % bezogen auf den Einsatz. Damit wird auch deutlich, dass Arbitrage-Wetten im Grunde genommen nur mit sehr hohen Wetteinsätzen sinnvoll sind. In nicht wenigen Fällen führt die Wettsteuer auch dazu, dass keine Arbitrage-Gewinne mehr möglich sind.

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